smc-elmshorn
  Pump Jet
 

Auf dieser Seite werden wir Modelle vorstellen die in keine Schiffsklasse einzuordnen sind.

Da diese HP für Schiffs - Modellbauer erschaffen wurde werden wir auch nur über die Herstellung des Modells berichten. Funktionsprinzip und Demos können über die Firmeneigenen Web-Sites abgerufen werden.


Für die tolle Unterstützung möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei der Fa. Schottel bedanken. 



Infos zum Funktionsprinzip finden Sie hier:



SCHOTTEL Pump Jet,
gebaut von Jürgen Haberkamp, SMC Elmshorn e.V.

 


Der Pumpjet ist ein Schiffsantrieb, der eine besonders hohe Manövrierfähigkeit erlaubt. Da der Antrieb im Schiffsinneren verbaut ist, erlaubt er einen deutlich geringeren Tiefgang als der Schottel Antrieb.

 

 

Pump-Jet

Der SCHOTTEL Pump-Jet (SPJ) arbeitet nach dem Prinzip einer Kreiselpumpe. Ein Laufrad saugt das Wasser unter dem Schiffsboden an und befördert es in ein Pumpengehäuse. Die Austrittsöffnungen sind in der Bodenplatte angeordnet, so daß der Antrieb auch in einem flachen Schiffskörper installiert werden kann.

Pump-Jets mit Leistungen bis 3500 kW entwickeln bei kompakter Bauweise, mit geringem Auftriebsverlust und geringer Sogwirkung hohen Schub auch in extrem flachem Wasser und in einem breiten Geschwindigkeitsbereich. Wie alle SCHOTTEL Produkte, zeichnen auch sie sich durch exzellente Manövriereigenschaften aus – als Hauptantriebe für Binnen- und Küstenschiffe oder als unabhängige Manövrier- und Notsysteme für seegehende Schiffe.

 

Bis zum Jahr 2005 waren keine Modellbaufirmen bekannt, die diesen Schiffsantrieb im Programm haben.


Jürgen Haberkamp ist einer der wenigen  Schiffsmodellbauer die diesen Antrieb für Schiffsmodelle selbst gebaut hat.

 

 


Entstehung des Pumpjets als Modell.

Am Anfang stand der Wunsch, das Modell des Tonnenlegers Triton vom WSA Tönning mit einem Pumpjet auszurüsten.

Vorhanden waren ein Infoblatt der Fa Schottel über den SPJ und ein Bericht in der Modellwerft 2/2001 über die Ausrüstung der „Neuwerk“ mit diesem Antrieb in der T-Version. Bei einem Gespräch mit der Fa Schottel wurde mir empfohlen, die RD –Version zu bauen.Später erhielt ich von Schottel das Handbuch 2003 als CD.

Hieraus entnahm ich die Schnittzeichnung des SPJ, um daraus die Masse und Proportionen zueinander zu entnehmen.

Vom Modell benötigte ich den Spantenriss am Einbauort und die Lage der Wasserlinie.

Mit der Übertragung der Schnittzeichnung in den Spantenriss begann die Entwicklung der Einzelteile, wobei die Montage der Einzelteile und der Einbau des Antriebes in das Modell zu berücksichtigen waren.

Bei Einbau im Bug beachten, dass der Rumpf vorne immer enger wird

Es gibt keinen Bausatz

Es stehen keine Zeichnungen zur Verfügung.


Die Abbildungen der Einzelteile des Modells sind hier zu finden.


SPJ-Pumpjet in der RD-Version

 

In der Modellwerft 2/2001 gab es schon einmal einen Baubericht über ein Pumpjetmodell, allerdings in der T-Version.

Aus dem Schottel-Handbuch (PDF-Datei) sind besonders die Bilder 6, 8 ,29 und 30 wichtig. Darum haben ich sie hier in diese Anweisung eingefügt. Jedoch sind auch andere Seiten des Handbuchs hilfreich. Es empfiehlt sich daher, das Handbuch ebenfalls von unserer Webseite herunter zu laden.

Dem Bild 8 können die Proportionen für Radien, Längen, usw. des Pumpjets entnommen werden, die Bilder 6, 29 und 30 helfen beim Verstehen des Aufbaus und der Funktion.

Der Aufbau des Pumpjets sollte so erfolgen, dass nach dem Einbau des Gehäuses in den Rumpf alle weiteren Teile ohne große Probleme ein- und ausgebaut werden können.

Bitte dran denken, dass der Rumpf vorne und unten enger wird. Um später ungehindert an den Pumpjet zu gelangen, sollte man beim Einbau von Decks unbedingt Wartungs- bzw. Montageöffnungen einplanen !

Alle Metallteile im Jet sollten aus dem gleichen Material sein. Ich habe für die Zentralwelle und die Inbusmadenschrauben Edelstahl verwendet, andere Teile sind aus Messing.Teile, die an den Rohren befestigt werden, wie Träger für Antriebsmotor, Servo und Zahnrad zum Drehen des Pumpjets, sollten zangenartig geklemmt werden. Sonst werden bei Verwendung von Schrauben die Rohre deformiert, so dass der Antrieb klemmt.

Soll der Antrieb über einen Rundriemen angetrieben werden, so darf bei den kleinen Riemenscheiben der Riemen nicht dicker als zwei Millimeter sein, da sonst der radiale Druck auf die Lager zu groß wird.

Das Servo muss den Jet um 360 Grad drehen können.

Der Motor sollte in der Drehzahl regelbar sein, aber nicht umpolbar, damit keine Luft angesaugt werden kann


Pumpjet für das Modell des Tonnenlegers Triton ( PDF Datei )

     
( bitte auf das Bild klicken )