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  Baubericht U-Boot V 300
 
Auf dieser Seite wird der Bau die Restauration bzw. modifikation des U-Bootes V 300 dokumentiert. Am Monatsende wird das jeweilige Arbeitsblatt an diesen Gesamtbericht angefügt. Also der aktuellste Stand ist immer am Ende dieses Bauberichtes.

 Oktober 2018

Seit Jahren schon fasziniert mich eine Studie von Walter. Das Boot ist relativ unbekannt und läuft unter der lapidaren Bezeichnung
" Projekt V300 ".  V steht für Versuchsboot.

Plan V300. Quelle: Wikipedia  

Das faszinierende an der V300 ist die Strömungsform und die Geschwindigkeit von diesem Boot. Im getauchtem Zustand hat das Original damals schon eine Geschwindigkeit von 25 Knoten erreicht.

 

Ich konnte einen Modellrumpf von meinem Modellbau Kameraden aus der Sonar EV bekommen, ich hatte Glück, es war der letzte.

Das Boot im aktuellem Bauzustand.

Um den Rumpf druckfest zu bekommen musste ich ihn noch einmal nachlaminieren. Auch mussten am PC noch gewisse Frästeile gezeichnet werden die anschließend ausgefräst wurden.


Arbeitsblatt April 2021
den unten stehenden  Baubericht geschickt:

Vorbereitung für das Einsetzen des Bajonettverschluss in den Rumpf.
An der Schnittkante des Rumpfes werden Schlitze eingebracht um die Klebefläche zu vergrößern danach wird der GfK spannt eingepasst und verklebt dabei ist darauf zu achten, dass man von außen um laufend ein Klebeband aufbringt ansonst läuft der Kleber raus.
 
    

    




Für das Einsetzen des Bajonettverschluss in den Rumpf kommt es drauf an, auf Sorgfalt zu achten was die Verklebung betrifft.

  
   


Mit einen Hilfsmittel einer Mini Standbohrmaschine werden die Führungsbolzen gerade in den GfK—Spannt eingesetzt und verklebt mit 24 Stunden Epoxidharz Kleber Uhu Endfest 300.
Anschließend wird der GfK Spant in den Rumpf eingepasst und ausgerichtet und Punkttiert verklebt.
 
 
 

Das Technikgerüst mit den beiden Kolbentanks zusammen gebaut und an den Bajonettverschluss verschraubt.
Den GfK Rumpf zusammengebaut und an den GfK Montagelaschen verschraubt.
 

   

 
Im Hintergrund hat Volker mir die beiden Seitenteile auf dem 3D Drucker hergestellt. 


Jetzt ging es an den Turm. Der Turm ansich war nicht das Problem aber die Glaskanzel war eine Herausforderung. Habe Volker den Turm mitgegeben und er druckt eine Form auf dem 3D Drucker hergestellt. Diese Form habe ich dann mit Resin ausgegossen. Jetzt wird sie nachbearbeitet und geht dann zum tiefziehen.  

Die gezeichnete Form der Kanzel für den 3D Drucker


Die gegossene Kanzel
 


11.05.2021
Jo ist hier auch weitergekommen.  Nachdem ich mir nun einen Resindrucker zugelegt habe ergeben sich neue Möglichkeiten.  Das Problem war eigentlich die Glaskanzel mit ihren verschiedenen Rundungen.Bei einem Pläuschchen hatte ich die Idee meinen CAD Zeichner Uwe aus dem Schwabenländle um Hilfe zu bitten. Ich bin noch nicht so fit im CAD Programm wie Uwe. Der ist schon Spitze. Mit Uwe gesprochen und wir hatten ihn im Boot. War für ihn eine Herausforderung. Kurze Zeit später kamen die ersten Bilder vom gezeichneten Turm.


Man achte auf die Druckzeit

Die stl Dateien hatte Uwe gleich mit rangehängt und ich habe für den ersten Probedruck meinen PLA Drucker in Gang gesetzt. 2 Tage und 12 Std später war der Turm gedruck. Anschließend gleich die Kanzel. Eigentlich sollte es ja nur die Glaskanzel werden aber Uwe hat gleich einen neuen Turm mitgezeichnet den wir jetzt natürlich nutzen. Nach insgesamt 3 Tagen war der Probedruck fertig.

   



Mit dem Probedruck zu Joachim gefahren und Änderungen besprochen. Da tauchten plötzlich Wünsche auf an die wir vorher nicht gedacht hatten. Ich dann mit den Änderungswünschen wieder nach Hause und nach 4 Std telefonieren waren alle Änderungen und Möglichkeiten besprochen. Das ist dabei jetzt rausgekommen. 
  
   

   

Hier geht es auch mal wieder weiter. Bei einem Käffchen  mit Jo kamen wir auf das Turm der V300.  Da ich für Jo schon die Kanzel als Block ohne Feinheiten gedruckt hatte stand zur Diskussion den Block tiefziehen zu lassen. Bessere Idee war das Teil in PLA 3 D Druck zu erstellen?  Hmm, aber der Rohling war dazu natürlich nicht zu gebrauchen und da ich mich mit CAD Zeichnen nicht wirklich gut auskenne kam mein Uwe ins Spiel. Kurze Rücksprache und es war geritzt. Uwe wollte die neue Kanzel zeichnen. ( Jo hat dafür 2 Rollen PLA Filament gestiftet )Zum Maß abnehmen und Anpassung  schickte ich Uwe den Turm und die Kanzel von Jo. Was Uwe dann daraus gemacht hat war einfach nur Klasse. Dabei stellte sich dann heraus das der Turm nicht der vorhandenen Entwurfzeichnung entsprach. Also hat Uwe gleich den Turm neu mitkonstruiert. 


Die CAD Zeichnung von Uwe

Also ich dann gleich das Teil in den Drucker. Hatte noch ein schönes Pink über was für den Testdruck voll ausreicht. Wir hatten uns gleich gedanken darüber gemacht wie wir die Kanzel später am Tuurm befestiegen. Idee, Jo dreht sich die beiden Periskope und diese werden dann später durch die Kanzel gesteckt und mit dem Turm verbunden. Ich hab dann gleich noch die Grundplatte die auf den U-Bootkörper geklebt wird mit gedrucktHier wird später der Turm übergestülpt so das er nicht verrutschen kann. In der Bodenplatte wird eine Mutter eingegossen und die Befestigungsschraube für den Turm geht dann durch das Einstiegsloc mit der verschließbaren Luke. 
 
Der Testdruck Turm mit Boden- und Bodenplatte sowie der Kanzel.

Jetzt hatten wir zwar einen schönen Turm aber das brachte uns mit der Kanzel nicht richtig weiter. Die soll ja nicht pink bleiben sondern durchsichtig. Also doch tiefziehen? Der Rohling war jetzt ja fertig. Nur beim Tiefziehen entstehen Temperaturen die das Resin des Urmodells nicht abkann, es würde  sich verformen würde. Glück im Unglück. Ich hatte zwischenzeitlich mir einen Resindrucker zugelegt. Idee, klares Resin für die Kanzel. Und damit fing der Stress an. Klares Resin zu finden war ja noch möglich aber das Resin hat den Nachteil das es, erst einmal nach dem drucken gewaschen, wie Milchglas scheint. So kann man das Teil nicht gebrauchen.


Klar ist etwas anderes

Was tun sprach Zeuß, die Götter sind besoffen. Klarlack drüber. Ich hatte davon noch welchen auf Lager. Seidenmatt. Also drauf mit dem Zeug. Es blieb milchig. Also erneute Test gefahren mit unterschiedlichen Einstellungen und verschiedenen Resin Reinigunsmittel und Ultraschallbad. Kein besseres Ergebnis. Kann doch nicht wahr sein das Zeug muß man doch klar bekommen. Also im Forum 3D Drucktipps nachgefragt. Antwort war, das es ein Resin geben soll welches nicht vergilbt und klar bleibt. Nur, die Flasche mit 1l kostet 109€ und das bin ich nicht bereit für einen Test zu bezahlen. Da ich sowieso kein klares Resin brauche ( meine Teile werden alle farbig nachlackiert ), nahm ich vom Kauf Abstand. Muß doch auch irgenwie anders gehen. Also weiter testen. Dann kam mir die Idee das ganze mit Hochglanz Klarlack zu probieren und siehe da, das Ergebnis war mehr als zufrieden stellend.



Nach langem testen ist die Kanzel klar. 

  CAD Turm    


18.06.2021
So, heute sind neue Bilder von Jo gekommen. Das Technikgerüst ist soweit fertig und ist nun eingepasst.
 

Die einschraubbare Bugspitze . Auf dem zweiten Bild  kann man erkennen wie die Tiefen und Seitenruder angesteuert werden
 
 
23.07.2021
Das Boot ist jetzt fertig gespachtelt und geschliffen


28.07.2021
Heute sind die Gitterbleche und die Schalonen für die seitlichen Flutschlitze aus dem Resindrucker gekommen.

  
Die Flutschlitze auf dem Oberdeck