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  U 107 Typ IXB
 

Restauration U 107, Typ IXB
Nun habe ichg es doch noch getan. Obwohl ich Modelle abbauen wollte sind wieder zwei dazu gekommen. .Ein U-Boot und ein Zerstörer. Der Zerstörer steht erst einmal in der Garage und das U-Boot geht in die Resstaurationsabteilung. Eba Kleinanzeigen war wieder schuld. Ich suchte eigentlich schon seit Jahren ein VIIC Boot zu einem erschwinglichen Preis. Fehlanzeige. Dann bin ich dieses Boot Typ IXB gestoßen. Der Preis erschien mir realistisch und ich nahm Kontakt auf. Da das Boot in Wunstorf stand ( aus einem Nachlass ) ging es trotz der Corona Geschichte nach Wunstorf. Knappe 200km entfernt. 

Dort angekommen ging es in den Keller, Was dort alles stand verschlug mir die Sprache. Modelle teilweise noch Original verpackt ohne Ende. Ich musste mich wirklich auf das U-Boot konzentrieren. Es stand trocken und gut verstaut in seiner Transportkiste ( war Bestandteil des Angebotes. )

Unsichtbar in der Transportkiste das Typ IXB U-Boot

Nachdem mein Blick immer wieder zu den anderen Modellen abschweifte nahm ich mich zusammen und wir öffneten die Kiste. Da stand es nun in voller Pracht. 195cm pures U-Boot. Das Boot aus der Kiste genommen und inspiziert. Kurz oberflächlich angeschaut und auf Außenbeschädigung kontrolliert. Es war bis auf ein paar Macken ( dazu später mehr ) ganz ok. Mir fiel auf das die Deckplatte fehlte und habe den Verkäufer daraufhin angesprochen. Er ging der Preis noch einmal runter. Ich muß sagen der Verkäufer war absolut cool. Man hatte nie den Eindruck das er einen über den Tisch ziehen wollte.

Das Boot in der geöffneten Kiste

Nachdem wir noch ein wenig gefachsimpelt hatten schaute ich mir noch ein Teil der anderen Modelle an. Darunter auch einen Zerstörer der Fletcher Klasse.

D 170, Zerstörer der Fletcher Klasse

Da das grau zu dem U-Boot paßte und ich auch die Größe gut fand,verhandelten wir über den Preis. Der Verkäufer machte mir ein Super Bundle Angebot wozu ich nicht nein sagen konnte. Der Zerstörer muß zwar auch restauriert werden, wird dann aber ein Winterprojekt. Aber erst wenn die anderen Projekte abgeschlossen sind.

Jertzt aber wieder zum U-Boot. Zu Hause angekommen erst einmal in Ruhe alles begutachtet und analysiert.  Die gesamte Tauchelectronic war verbaut. Alles, bis auf ein kleines Schaltplatte, von Engel. Wofür die Platine ist bekomme ich auch noch raus. 


Die Tauchelectronic  mit einem der beiden Kolbentanks.

Bei der weiteren Bestandsaufnahme stellte ich fest das eines der Ruder und die beiden hinteren Ruderblätter nicht fest auf der Achse saßen. Also mussten sie raus und neu eingeklebt werden.
 




Weiter in der Bestandsaufnahme. Da der Stützrahmen, Gummischnur  und der Deckel fehlten mußten diese Teile neu bestellt werden. Ich rief bei der Fa. Engel an und schilderte Herrn Engel meine Probleme. Ich muß schon sagen, so einen tollen Service bin ich nicht mehr gewohnt. Bereitwillig gab er mir jede gewünschte Auskunft und bot mir sogar an, kostenlos Bauplan und die Unterlagen seines verbauten Tauchsystems zu mailen. Leider konnte er, da sie Platine nicht von ihm war sagen, welche Funktion diese hat. Eine Kabelverfolgung und Testfunktion im trockenem brachte nichts da diese Platine an der andere angeschlossen ist. Ich werde es sicher rausbekommen wenn das Boot erst einmal im Wasser ist. 

Was ist das bloß für für eine Platine. und welche Funktion hat sie?

Nachem die bestellten Ersatzteile nach 2!!!! Tagen bei mir eingetroffen waren stelltze sich der nächste Fehler raus.  Die Schraubbolzen waren nicht genau ausgerichtet und somit passten die Bohrlöcher auch nicht. Da Joachim eine Standbohrmaschine hatte bohrte er die Löcher nach Anzeige auf derr Platte. Eigentlich sollte es so sein, das die 3mm Gummischnur um den Stützrahmen gelegt werden sollte und dann darauf die Platte. Ging aber leider nicht weil gleich der nächste Fehler sichtbar wurde. Nicht nur das der Abstand der Bolzen nicht stimmte, nein auch die Bolzenreihe war verschoben. Somit konnte die Dichtfunktion der Gummischnur nicht gewährleistet werden. 

Der Stützrahmen und die Dichtplatte


Die verschobene Bolzenreihe. Die Gummischnur liegt zu dicht am Eingriff und bietet keine Dichtgarantie.


Stützrahmen und Dichtplatte.

Weitere Macken waren abgebrochene bzw. fehlende Teile sowie Lackabplatzungen bzw fehlende Lackierung im Unterwasserschiff. Das Holzdeck war auch nciht lackiert aber das sind alles Kleinigkeiten und bei dem Preis fallen sie nicht wirklich ins Gewicht oder man kann auch sagen : Nörgeln auf hohem Niveau:-)))))))). Morgen werde ich mit der Reparatur beginnen und hoffe das das Boot nächste Woche schon ins Wasser geht.
 
 28.05.2020
Die Ruderhalterungen sind repariert, das Heckruder neu eingeklebt und Jo hat mir neue Tiefenruder gebaut. Jetzt kann ich die Achse durchs Boot schieben und dann die Ruder mit je 2 Madenschrauben auf der Welle festziehen. Das hilft sehr. Danke Jo. Jetzt ist das Boot soweit das wir morgen den ersten Dichtigkeitstest machen.

Die beiden neuen  Heck-Tiefenruder


03.06.2020
Am Freitag war die erste Prüfung auf Funktion und Dichtigkeit der U 107 in Bokel. Zuerst einmal die Electronic an Land getestet. Das hat alles gut funktioniert. Im Wasser sollte das alles anders aussehen!!!!!!!!Was mich stört sind die 16 Stehbolzen für die Dichtplatte. Das hätte man auch anders lösen können. Was soll es. Also Deckel drauf und alles verschrauben.


Vorbereitung für die erste Testfahrt

Ab ins Wasser. Hier stellten sich dann die Macken ein. Undichtigkeit am vorderen Spant und Dichtdeckel. Die Funktionsprüfung war  im Wasser nicht optimal. Ein Motor setzte dauernd aus, Ruder und Tauchtanks ok. Leider sind die Wassereinlassöffnungen zu hoch angesetzt sodass ich die wohl auch noch tiefer in den Bug - und Heckbereich verlegen werde.. Da muss also was gemacht werden.

Hier das erste Fahrvideo:


Am Wochenende war dann arbeit angesagt. Zuerst einmal die Platine raus damit  die neuen Stehbolzen gesetzt werden können. Auch die Fahrregler habe ich wegen des aussetzenden Motors erst einmal ausgebaut.
Zuerst war der Deckel an der Reihe. Die Positionen der neuen Stehbolzen angezeichnet und gebohrt. Bei der arbeit sind 5 !!!!!!!!! Bohrer abgebrochen. Ich dachte schon ich bin zu blöd zu bohren. Aber nichts da, sogar HSS Bohrer hatte da seine Probleme. Was da für ein Material im Inneren des Eingriffs verbaut wurde ist mir schleierhaft.
  
 
  

Gestern war Matthias bei mir und wir haben die neuen Stehbolzen eingesetzt. Leider hat auch jetzt das Untermaterial dafür gesorgt das der Gewindeschneider abgebrochen ist. Mist. Rausdrehen war nicht, also ausbohren. Das ergab dann aber doch ein größeres Loch. Wird mit GFK wieder verschlossen und ein neues Loch gebohrt. Beim setzen der Bolzen bemerkten wir, das die Verbindug zwischen Deck und Bordwand, einen langen Riss hatte. Also noch mehr arbeit. Auf jeden Fall sind fast alle Bolzen bis auf den einen gesetzt und verklebt. Da werd ich dann später wass zu verschrauben haben. Es sind jetzt insgesamt 30 Stehbolzen. Trotzdem habe ich auch wieder einiges gelernt. Z.B wie man Bolzen einsetzt und verklebt:-)))

 
Die Macken sind ghier klar zu ersehen. Man achte auf den oberen Spalt und das große Loch.

Jetzt geht es wieder auf die Terrassse zum abarbeiten. Zwischdurch ist der 3 D Drucker am werkeln für die Kennedy. 

05.06.2020
Nun ist es doch ein größeres Projekt geworden. Nachdem ich gestern festgestellt habe das an vielen Stellen der Kleber nicht 100% mit der Bordwand verbunden bzw. brüchig ist habe ich mich entschlossen das Deck herauszutrennen. Also her mit derTrennscheibe und raus mit dem Deckel. Ist ja ganz schön wenn man mal alles zusammen sehen kann.

Jetzt hab ich den Einblick. Der Deckel ist ab.

Den vorderen - und hinteren Spanten habe ich zuerst noch stehen lassen in der Hoffnung das ich die als Fixpunkt beim ernauten einkleben des Deckels nutzen könnte. Dabei ist mir dann aber aufgefallen das auch dieWellendurchführung nicht optimal waren und auch die Spanten an den Bordwandseiten nicht mehr richtig an den Bordwänden haftete. Heute morgen war Jo zum Frühstück da und wir sprachen über das Boot und er schaute einmal drauf. Auch er war der Meinung das man das Boot entkernen sollte um es dann neu aufzubauen.


Das Boot ist total entkernt.


Bovor es aber entkernt wurde habe ich noch einmal den Deckel eingesetzt und, um später den Abstand des Deckels zu gewährleisten per 3D Drucker Abstandshalter gedruckt. Diese werden dann später beim einkleben des Deckels darauf geleg. 4mm GFK Streifen werden dann darüber gelegt und liegen auf der Bordwand auf unter den Streifen befinden sich dann die 8 Abstandshalter.

Unter den Streifen liegen später die Abstandshalter.

Nachdem ich den Deckel und die Spanten herausgetrennt habe war mal wieder schleifen angesagt. Der ganze alte Kleber mußte entfernt werden und die Einlassöffnungen verschlossen werden da sie in den Bug- bzw. Heckbereich tiefer gelegt werden.



Der alte Kleber muss runter

Anschließend habe ich die Motoreinheit auseinander genommen. Hier stellte sich heraus warum eine Welle immer stehen blieb. Irgendwie verkantet sich das Zahnrad im Getriebe und blockierte die Welle. Also das Teil komplett auseinander gebaut und eine Nacht darüber schlafen was ich mache. Eine neue Getriebeeinheit oder Direktantrieb. Mal schauen was mir an Platz zwischen den Tauchtank und den Motoren zur Verfügung steht.
   
Heck - und Bugspant sowie die Motor/Getriebeeinheit
  
Glaub nicht das ich mich hier an die Regel - und Hygiene Schutzregeln halte, hab nur keine Lust den Staub einzuatmen. Aber so sieht dann ja wohl unsere Zukunft aus,


Mit einer Großraspel erst einmal daen gröbsten Kleber runter und anschließend alles noch einmal mit 180er Schmirgel nachgeschliffen.


Es ist vollbracht der ganze Kleber ist entfernt und das GFK zum kleben aufgerauht.


27.06.2020

In der Zwischenzeit hat Jo wieder einmal geholfen. Er hat das Getriebe und die Wellen mitgenommen, die Wellen neu gelagert und auch die Wellen und hinteren Wellenlager erneuert.
     
JHo hat das Getriebe nochmal geöffnet um die Motorwellen zu lagern 


So sah die alte Welle mit dem " Lager " aus. Ein Witz.

Gestern morgen ist Jo dann wieder zum Frühstück bei uns aufgeschlagen.. Erst das Vergnügen und dann war da noch die arbeit. Ich hatte schon morgens, bevor Jo kahm, die Stevenrohre und Wellenhosen entfernt.

Die Löcher der Wellenhosen sehen brutal aus.

Danach genüßlich frühstücken und dann ab in die Garage das Deck einkleben. Den vorderen und hinteren Spant hatten wir schon bereits mit dem Zwischendeck verbunden und somit konnten wir das komplette Deck einlegen und fixieren. Jo bereitete die Klebepampe vor. Das mit Microballons angedicktes  Gießharz in eine leere Kartusche gefüllt und dan schön in den Zwischenraum von Bordwand und Deck eingepresst. Hier waren meine beiden Hände hilfreich. Ich habe den Rumpf immer ein Stückchen abgezogen und Jo hat die Pampe reingespritzt.


  
Jo der Mischer in Action.

Das Deck ist sauber eingeklebt und am Montag wollen wir die Wellen einziehen.
 
Das neu eingeklebte Deck

Nachdem das Deck 3 Tage zum austrocknen des Klebers stand war Jo wieder hier und wir haben die Wellen und Lager angepaßt.